Samstag, 18. Mai 2013

Random Mysterium of the Day


Die ersten Zeilen des Voynich Manuskripts


Als Wilfrid Michael Voynich, ein Antiquar und leidenschaftlicher Büchersammler aus Amerika, 1912 in dem jesuitischen Kolleg Villa Mondragone in Frascati, Italien (etwa 20 Kilometer südlich von Rom) herum stöberte und zufällig auf ein Buch stieß, dessen Schrift ihm unbekannt war, wusste er nicht, was er damit auslösen würde.
Das nach dem Finder benannte Voynich Manuskript, das heute in der Beinecke Rare Book and Manuscript Library in der Universität Yale liegt, birgt viele Rätsel. Bis heute ist den Wissenschaftlern nicht klar, um welche Schrift bzw. um welche Art Alphabet es sich hierbei handelt, was natürlich die Übertragung in ein gängiges Alphabet, eine Übersetzung und somit die Entschlüsselung des Inhaltes erschwert. Es wurden schon einige Versuche unternommen, ein geeignetes System zu entwickeln, eine Übersetzung bleibt aber eben bis heute aus.
Neben der unbekannten, fremden Schrift und Sprache, ist das Buch voll mit farblichen Bildern, die das Manuskript selbst kategorisch in 6 verschiedene Abschnitte teilen lassen:

1) Bilder botanischer Bedeutung, von denen 113 Pflanzen-Spezies dargestellt werden, die man bisher nicht zuordnen konnte
2) astrologische und astronomische Bilder, die an etwaige Himmelskörper oder aber auch Sternzeichen erinnern
3) Bilder biologisch-anatomischen Ursprungs, die nackte Frauen zeigen, die in mit Rohren verbundenen Wannen sitzen
4) kosmologische Bilder, die auf 9 miteinander verbundene, rosettenähnliche Darstellungen verweisen
5) Darstellungen mit Pflanzenteilen denen man eine pharmazeutische Bedeutung zuspricht - sie unterscheiden sich von den normalen botanischen Bildern dadurch, dass sie meist in irgendeiner Art beschriftet sind und in Zusammenhang mit Glasbehältern stehen, die an Apotheker- oder Chemikerutensilien erinnern
6) kleine Passagen, die weitesgehend ohne Bilder auskommen (außer Sternmotiven zu Beginn der isolierten, kleinen Abschnitte). Da diese in engem Zusammenhang mit Abschnitt 5) zu stehen scheinen, interpretierte man diese als Rezepte für Medikamenten oder dergleichen.

Datiert wird das Manuskript durch eine 2009 gemachte Radiokarbon-Analyse in das frühe 15. Jahrhundert, wobei auch Stimmen laut wurden, dass es sich um eine moderne Fälschung aus dem 20. Jahrhundert handelt, die Voynich selbst inszeniert haben soll.



Eine Dokumentation des National Geographic "The Book that can't be read"





Hier erfährst du mehr, auch etwas zur spannenden Rekonstruktion der geschichtlichen Wege des Manuskripts
Hier gibt es hochauflösende Bilder der einzelnen Seiten des gesamten Manuskripts
Folgender Blog-Eintrag beschäftigt sich mit der Frage der Authentizität
Quelle

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