Donnerstag, 9. Mai 2013

Random Tier of the Day


Grün und stachelig: Theloderma corticale


Dieser kleine Vietnamesische Moosfrosch macht seinem Namen alle Ehre: für Raubtiere, auf deren Speisekarte dieses Mitglied der Ruderfrosch-Familie steht, sieht er aufgrund seiner schwarz-grün-roten Tarnung eher wie ein Klumpen Moos aus und nicht wie eine schmackhafte Amphibie.
Die Tiere, die überwiegend im Norden Vietnams leben, können bis zu 8 oder 9 cm groß werden, wobei die Weibchen im Allgemeinen größer sind, als die Männchen. Sie ernähren sich von kleinen Insekten wie Heuschrecken, Kakerlaken oder Motten.
Während der Paarungszeit legen sie den Laich, der aus durchschnittlich 40 Eiern besteht, in Pflanzen über der Wasseroberfläche ab. Theloderma corticale kann ein Alter von 10 Jahren erreichen.





Mittwoch, 1. Mai 2013

Random Gebäude of the Day


Das oberste Gericht des Bundesstaates Karnataka, ganz in rot


Das Land Indien besteht seit der 1950 in Kraft getretenen Verfassung aus 28 Bundesstaaten und 7 Unionsterritorien und ist eine parlamentarische Demokratie. Die Staatsgewalt wird, wie in Deutschland, auf drei Staatsorgane verteilt: die Legislative, die Exekutive und die Judikative.
An oberster Position der Judikative steht der Supreme Court of India (Oberstes Gericht), in dem nicht mehr als 26 Richter ein Amt bekleiden. Der Chief Justice of India (Oberster Richter) hat hier den Vorsitz.
Dem Supreme Court sind heute 21 High Courts unterstellt, die als oberste Gerichtshöfe der Bundesstaaten fungieren.

Einer dieser High Courts ist der oben dargestellte High Court des Bundesstaates Kanataka. Er steht in dessen Hauptstadt Bangalore, die nach Delhi und Mumbai die drittgrösste Stadt Indiens ist. Das auch unter dem Namen Attara Kacheri (18 Ämter) bekannte Gebäude wurde Mitte des 19. Jahrhunderts durch Arcot Narayanaswamy Mudaliar errichtet, als dieser Teil Indiens noch als Fürstenstaat Mysore zusammengefasst wurde.
Die Fassade des zweistöckigen Steingebäudes wurde fast komplett mit roter Farbe angestrichen. Architektonisch orientiert es sich am antik griechischen/römischen Stil und wird durch Säulen der ionischen Säulenordnung dekoriert.


Panoramaansicht des Gebäudes



Hier erfährst du mehr: I (engl.) / II (engl.)
Webseite des High Court (mit detaillierter Beschreibung der Geschichte der Judikative und des Gebäudes selbst: Link)

Samstag, 27. April 2013

Random Wahrzeichen of the Day


der iranische Arc de Triomphe

1971 wurde anlässlich der 2500 Jahre alten persisch-iranischen Vorherrschaft - eingeleitet durch den Tod Kyros II. 530 v. Chr. und dessen Sohn und Nachfolger Kambyses I. - auf dem 50 000 m² weiten Friedensplatz im westlichen Stadtteil Tarascht in Teheran, Iran ein knapp 50 Meter hoher Turm aus Marmor errichtet. 
Damals war der Turm noch unter dem Namen Schahyad bekannt, was soviel bedeutet wie: des Schahs Gedenken. Der Architekt Hossein Amanat, der einen Wettbewerb gewann und somit den Auftrag bekam, das Bauwerk zu konzipieren, wurde von Stil und Technik der Achämeniden und der Sassaniden inspiriert.
Als 1979 dann eine Revolutionwelle durch den Iran rollte, die damit endete, dass die Monarchie im Iran abgeschafft wurde, brauchte der Turm unbedingt einen neuen Namen. Und so entschied man sich für "Friedensturm", der während des Jahrestages der Islamischen Revolution, am 10. Februar, zum Ziel vieler Iraner wird, um diesem Tag zu gedenken.
Unterhalb des Turmes befindet sich ein Museum, das sich mit der Kunst und Geschichte Irans befasst.

Der gesamte Kulturkomplex von oben (oberes Bild: Google)


Hier erfährst du mehr I / II (engl.) / III

Samstag, 20. April 2013

Random Ort of the Day


Ein Tor direkt in die Hölle

Derweze (oder Darvaza; turkmenisch und bedeutet Das Tor) ist ein kleiner unscheinbarer Ort mit gerade mal 350 Einwohnern mitten in der Karakum-Wüste in Turkmenistan. Doch nur sieben Kilometer außerhalb des kleinen Dorfes brodelt es mächtig unter der Erde: der Inhalt eines im Durchmesser 65 Meter großen Kraters brennt vor sich hin. 
Die Ursache: unter dem Land befindet sich ein großes Reservoir an Erdgasen, vor allem Methan. 1971 fanden russische Geologen eine Höhle, gefüllt mit besagtem Gas. Bei Bohrarbeiten stürzte diese Höhle ein und es entstand der große Krater.
Die Maßnahmen: um ein Eindringen von zu viel Methangas in die Atmosphäre zu verhinden - was im Vergleich zu Kohlenstoffdioxid gefährlicher ist -, entschieden sich die Verantwortlichen dafür, den Inhalt auszubrennen aus der Hoffnung, dass der Methanvorrat versiegen würde - was er aber bis heute nicht tat.  Bis heute brennt der Krater und wird von den Einheimischen deswegen auch Das Tor zur Hölle genannt.


Bei Nacht auch vom Dorf aus sichtbar und ein wahrer Touristenmagnet




Hier erfährst du mehr

Mittwoch, 17. April 2013

Random Kunstwerk of the Day

Die böse Charybdis - aber wo ist ihre Freundin Skylla?


Der Brunnen namens Charybdis, der seit dem Jahr 2000 vor dem Eingang des Seaham Hall Hotels bei Sunderland, Großbritannien steht, ist etwas ganz besonderes: es handelt sich um ein 2 1/2m hohes Wasserkunstwerk des Künstlers William Pye. In einen duchsichtigen Kunststoffbehälter zylindrischer Form wird Wasser mit Hochdruck gepumt. Aufgrund des Drucks und der Möglichkeit, dass das Wasser durch ein Loch wieder abfliesst, entsteht ein Strudel (auch: Wirbel oder Vortex), der sich von der Wasseroberfläche bis zum Boden zieht.
Sowohl in Campinas, Brasilien, als auch im Londoner Gatwick Flughafen gibt es Kunstwerke des gleichen Konzepts zu bewundern.


Ein kleiner mythologischer Exkurs: wieso nannte der Künstler sein Kunstwerk Charybdis?
Charybdis war eine sehr gefrässige Tochter des Poseidon der griechischen Mythologie. Sie soll der Sage nach Herakles' Rinder verspeist haben. Aus Wut darüber schoss der Göttervater Zeus einen Blitz auf sie und verwandelte sie damit in ein riesiges Wassermonster, das dreimal täglich Wasser durch den Strudel verschlingt und wieder ausspuckt (Hom. Od. XII, 105f.).
Zusammen mit dem schlangenartigen Seeungeheuer Skylla wohnt sie in der Messinischen Meerenge zwischen Italien und Sizilien. Viele Seefahrer - der bekannteste von ihnen: der griechische Held Odysseus - sind den beiden Monstern während ihrer Reisen begegnet.



Sonntag, 14. April 2013

Random Pflanze of the Day


Batmans Lieblingsblume - Tacca chantrieri


Diese Pflanze hat viele Namen: Fledermausblume, Fledermauslilie oder Teufelsblume. Ihre Gattung wird der Familie der Yamswurzelgewächse untergeordnet. Ihr natürlicher Lebensraum liegt in tropischen Gebieten Süd-Südostasiens, wie z.B. in SO-China, Vietnam, Laos, Burma, Thailand und auch in Indien. In den letzten 10 Jahren wurde sie zunehmend als Zierpflanze nach Europa exportiert, wobei sie als anspruchsvoll gilt, da die Fledermausblume eher warme Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit bevorzugt und es halbschattig mag.
Das asiatische mehrjährige, immergüne Gewächs kann bis zu einem Meter in die Höhe wachsen. Auffällig sind vor allem die schwarz-braun-violetten Hochblätter - zwei waagerecht, zwei senkrecht -; aus der Blüte entspringen bis zu 40cm langen Bartfäden.

Unter folgendem Link befinden sich einige gute Tipps zur Haltung und Pflege dieser Pflanzen
Hausgarten.net



Hier erfährst du mehr
Kurzinfos


Freitag, 12. April 2013

Random Kunstwerk of the Day



Gottes gigantisches Taschentuch


Dieses Kleenex-artige, comichafte Gebilde, das aussieht, als hätte man es auf Papier gezeichnet oder mit Photoshop in das eigentliche Foto eingefügt, ist ein modernes Kunstwerk des Bildhauers Neil Dawson - er gab dem Taschentuch den liebevollen, mystischen Namen Horizons.
Seit 1994 steht das rund 13 Meter hohe Stahl-Kunstwerk auf Neuseeland auf der "Farm" von Alan Gibbs, eines leidenschaftlichen Kunstliebhabers, auf der sich noch mehrere Kunstwerke im Wert mehrerer Millionen Dollar befinden.

In folgendem Video sieht man, dass Horizons bloß eine wunderbar funktionierende optische Täuschung ist:




Quelle