Mittwoch, 27. Februar 2013

Random Instrument of the Day


eine Nyckelharpa


Dieses schwedische Streichinstrument wird im Deutschen auch "Schlüsselgeige" gegannt. Wie bei einer normalen Geige auch, benutzt man einen Bogen, der ungewöhlich kurz ist, um die Seiten zu streichen. Zusätzlich besitzt die Nyckelharpa noch eine vielzahl von Tasten, die dazu da sind, um die meist 4 Saiten zu verkürzen und damit die Tonhöhe zu ändern.
Unter den normalen bespielbaren Saiten, liegen noch 12 sogenannte Resonanzsaiten, die nicht selbst gestrichen werden, aber durch den Ton, der beim Streichen entsteht, ebenfalls in Schwingung gebracht werden. Somit entsteht eine Art Hall.

Wie eine solche Nyckelharpa klingt, hörst du hier:



Dienstag, 26. Februar 2013

Random Person of the Day


Malala Yousafzai

Malala wurde 1997 in Pakistan geboren und begann vor 5 Jahren, also im Alter von 11, ein Internettagebuch über die Taliban und ihre gewaltätigen Handlungen im Swat-Tal zu führen, denn im Jahr 2007 unterdrückte diese Organisation junge Mädchen und verbot es ihnen, einer schulischen Ausbildung nachzukommen. 2011 bekam sie sogar einen pakistanischen Friedenspreis für ihren Kampf gegen den Terrorismus im eigenen Land.

Doch die Taliban konnten nicht einfach so zusehen und verübten am 9. Oktober 2012 ein Attentat auf das 15-jährige Mädchen. Als sie auf dem Weg nach Hause von der Schule war, wurde ihr Bus angehalten und ein Organisationsanhänger stürmte hinein, um ihr dann in Kopf und Hals zu schießen. Das Kind überlebte diesen Angriff mit schweren Verletzungen und wurde nach der Behandlungen in pakistanischen Krankenhäusern zur Behandlungen nach Großbritannien transportiert. Zwar muss ein Teil des Schädels plastisch rekonstruiert werden, aber das Mädchen ist bereits auf einem guten Weg zur Besserung.

Im Februar 2013 wurde bekannt gegeben, dass sie für den Friedensnobelpreis nominiert wurde.




Random Tode berühmter Persönlichkeiten der Antike


Cesare Maccari - "Cicero klagt Catilina an"

M. Tullius Cicero (106-43 v. Chr; siehe Bild) war ein außergewöhnlicher Redner. Zwar war es nicht gern gesehen, dass Redner beim Reden gestikulierten, Cicero jedoch beachtete diese Norm nicht und war dafür bekannt, seine Reden mit Handbewegungen zu unterstreichen. Als Cicero als Gegener des 2. Triumvirats zum Tode verurteilt wurde, setzte man ein Mahnmal und seine Hände (und auch sein Kopf) wurden durch Befehl des Antonius abgeschlagen und auf der Rostra auf dem Forum Romanum ausgestellt.

G. Iulius Caesar fiel in den Iden des März 44 v. Chr. vor dem Popmeiischen Theater einem Attentat zum Opfer. Durch gegnerischer Senatoren (u.A. auch Brutus) wurde er mit mehreren Dolchstößen ermordet. Seine letzten Worten sollen auf griechisch "kaì sy téknon" (Auch du, mein Sohn) dem Brutus gegolten haben.

Der griechische Tragiker Aischylos soll um 455 v. Chr. von einer Schildkröte erschlagen worden sein, die ein Adler ausversehen vom Himmel fallen ließ.

Die Legende besagt, dass der Mathematiker und Physiker Archimedes (ca. 285 bis 212 v. Chr.) während der römischen Belagerung in Syrakus am Strand mit mathematischen Gleichungen und das Zeichnen von Kreisen im Sand beschäftigt war. Der römische Soldat, der Archimedes festnehmen sollte, war kurz davor auf diesen Zeichnungen rum zu trampeln, woraufhin Archimedes empört rief: "Noli turbare circulos meos!" (Störe meine Kreise nicht). Dies verärgerte den Soldaten und führte dazu, dass dieser den Gelehrten aus Wut erschlug.

Der griechische Philosoph Sokrates (469-399 v. Chr.) wurde wegen Frevel gegen die Götter (Asebie) und wegen Verdorbenheit angeklagt. Mit einer Mehrheit der 500 wurde er zum Tode verurteilt. Er durfte sich die Todesstrafe selbst aussuchen. Sokrates wählte den Schierlingsbecher, ein Giftgemisch, in das der gefleckte Schierling untergemischt wurde.

Der griechische Dichter und Tragiker Euripides soll 406 v. Chr. in Pella auf einem Spaziergang von wilden Hunden gerissen worden sein.

Sophokles, ebenfalls ein griechischer Tragiker, soll an einer Beere erstickt sein.

Der römische Philosoph Seneca wurde von Kaiser Nero, den er aufzog, 65 n. Chr. dazu gezwungen, sich selbst zu töten. Grund war eine Verschwörung gegen den Kaiser, zu der auch Seneca gehört haben soll. Tacitus erzählt, es sei Seneca nicht beim ersten Versuch gelungen, sich zu töten. Nachdem er erst sein Pulsadern durchschnitt und einen Schierlingsbecher trank, soll er erst in einem Dampfbad den Tod durch Ersticken gefunden haben.

3 Jahre später richtete sich Nero aus Feigheit selbst hin: er stach sich einen Dolch in die Kehle.


Hier erfährst du mehr:
Nero 

Random Person of the Day


Mrs Taylor mit ihrem Fass "Queen of the Mist" und ihrer Katze

Die 1838 geborene Annie Edson Taylor wurde, nachdem sie viele Jahre durch die USA reiste und mal hier, mal dort Stellen als (Tanz-)Lehrerin angenommen hatte, in Bay City, Michigan auf die Pan-American Exhibition aufmerksam und dachte sich, sie könne mit der Überquerung der Niagara Fälle Berühmtheit erlangen. Schon etliche Male versuchten Menschen die Fälle zu überqueren. 1859 überquerte ein Hochseil-Artist die Fälle mit einem von Ufer zu Ufer gespannten Seil. Der allererste Versuch durch's Wasser selbst missglückte 1883, bei dem der Schwimmer Matthew Webb ertrank. 1886 wollte es Carlisle Graham mit einem Fass wagen, doch beschränkte dieser sich lediglich auf die Whirlpool Rapids (Stromschnellen etwa vier Kilometer nördlich der eigentlichen Fälle) und vollführte dort mehrfach den gleichen Stunt.

Somit entschied sich die gute Dame Taylor dazu, sich in ein Fass zu setzen und die Fälle damit zu überqueren. Das Fass wurde also angefertigt und für die Frau ausreichend gepolstert. Bevor aber der Versuch mit einem Menschen gemacht wurde, wurde noch ein weiteres Fass gebaut und eine Katze durfte vorher einmal die Lage klären. Sowohl Katze, als auch Fass verschollen. Egal, dachten sie sich, Mrs. Taylor macht das schon. Und wie sie das machte: zu ihrem 63. Geburtstag 1901 nahm sie in dem Fass Platz und brauste los - auf der kanadischen Seite der Niagara Fälle stürzte sie samt Fass etwas mehr als 50 Meter in die Tiefe und trieb weiter flussabwärts. 35 Minuten nach Losmachung wurde das Fass geborgen und Annie Taylor entstieg dem Gefährt. Zwar hatte sie äußerliche keine beträchtlichen Wunden, litt aber unter Schock, da sie nach eigenen Aussagen während des 50-Meter Falles ohnmächtig wurde.

Die erwartete Berühmtheit und der Ruhm währten aber nicht lange. Schnell geriet sie in Vergessenheit, wurde von ihren Managern beklaut und konnte sich nur so lange knapp über Wasser halten (oh Wortwitz), bis sie 20 Jahre später, am 29. April 1921 in einem Armenhaus starb.


Random Geschichte of the Day


Querschnitt durch Alt St. Peter und Plan der darunter liegenden Nekropole
 

Im Jahre 324 n. Chr. ließ Kaiser Konstantin auf dem Vatikanischen Hügel eine riesengroße, fünfschiffige Basilika (Alt St. Peter) zu Ehren Petrus, der 64. n. Chr. im Circus des Caligula (falschherum) gekreuzigt wurde, errichten - genau über das angenommene Grabmal des Apostels. Am Hang dieses Hügels bestand jedoch eine größere Nekropole, die Konstantin nicht einfach zerstören konnte. Trotzdem brauchte er für das riesige Gebäude eine Terrassierung... und somit ließ er die gesamte Nekropole verschütten, um darauf die Alt-St.-Peter-Kirche erbauen zu lassen.
In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts liess der Papst Pius XII das Gelände ergraben und zutage kamen die mehr als sehr gut konservierten und erhaltenen Grabmonumente.

Diese Nekropole kann man heute mit Genehmigung und schriftlicher Anfrage mit einer begränzten Anzahl Gleichinteressierter besichtigen.


Hier erfährst du mehr 

Random Geschichte aus der antiken Mythologie of the Day


P. P. Rubens, "Orpheus führt Eurydike aus dem Hades" [1635]

Orpheus, Sohn des Apollon und der Muse der Dichtkunst Kalliope, war wegen seiner kreativen Abstammung, musisch begabt: er war begnadeter Sänger, weswegen er auf der Fahrt der Argonauten nach Kolchis sehr willkommen geheissen wurde. Er sang schöne Lieder für die Helden, die seinen Klängen gedankenverloren lauschten.

Eines Tages verliebte sich Orpheus in die schöne Eurydike, eine Dryade, und versuchte sie mit seinen Melodien und seinem Gesang zu betören. Denn selbst die Bäume rissen ihr Wurzelwerk aus dem Boden, um zu den Klängen zu gehen und zu ihnen ihr Geäst zu wiegen. Aber Orpheus war nicht der einzige, der Eurydike begehrte. Aristaios, der Sohn einer Nymphe, wollte sie ebenfalls für sich und verfolgte in Liebeswahn die Dryade. Auf ihrer Flucht vor dem verhassten Aristaios, der sich sogar vornahm, sie gegen ihren Willen ins Bett zu zwingen, trat sie auf eine Schlange, die die junge Frau biss und diese an dem tödlichen Biss starb und in den Hades hinabflog. Orpheus war bestürzt über dieses Geschehnis und nahm sich vor, in die Unterwelt hinabzusteigen, um seine Geliebte freizufordern. Doch zuerst musste er an Charon vorbei, dem unterweltlichen Fährmann, der den Lebenden nicht über den Styx fahren wollte. Als Orpheus jedoch zu singen begann, war auch Charon besänftigt und fuhr den Mann zu Hades' Palast. Singend an dem sonst so gefürchteten und aggressiven Höllenhund Kerberos vorbeischreitend, der wie ein junger Welpe zu spielen begann, schritt er durch die Schatten der durch die Unterwelt fliegenden Toten zu Hades' Gemach.
Er forderte, seine Geliebte noch ein Leben zu gewähren, weil er ohne sie nicht Leben könne. Hades schien sich nicht von ihm beeindrucken zu lassen, also setzte er seine stärkste Waffe ein. Er begann, ein wunderschönes Lied zu singen.
 
Persephone, die seit ihrem Raub in die Unterwelt kein Mitleid mehr verspürte, fühlte Trauer für den armen Orpheus und erlaubte ihm, Eurydike wieder mit zu nehmen - jedoch unter einer Bedingung: er dürfe sich nicht zu ihr zurückschauen, sie nicht ansehen, bis sie wieder in der Welt der Lebenden ankamen. Auf der Überfahrt zurück musste sich Orpheus zwingen, sich nicht umzudrehen, um seiner Schönen in die wunderschönen Augen zu sehen. Doch kurz vor dem Ausgang hielt sein Herz die Sehnsucht nicht mehr aus:
glücklich, sie endlich wieder zu haben und gespannt auf ihre Schönheit, drehte er sich erwartungsvoll um, doch als er sich umschaute, war Eurydike schon nicht mehr da.

Random Künstler of the day


Jason deCaires Taylor inmitten seiner Skulpturen

Der 1974 geborene Tauchlehrer und Absolvent des Bachelor of Arts in Skulpturen und Keramik (London), erlernte in der Cathedral of Christ Church of Canterbury die Kunst der traditionellen Bildhauerei und fasste den entschluss, Beton zu bearbeiten und die daraus geschaffenen Skulpturen vor den Küsten Grenadas und Mexikos zu versenken, um künstliche (oder auch künstlerische) Riffe zu schaffen.