Samstag, 6. Juli 2013

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Random Person of the Day



細野 正文

Masabumi Hosono machte 1910 eine Geschäftsreise nach Russland, um sich mit dem dortigen Eisenbahnverkehrssystem zu beschäftigen. Bevor der Japaner in sein Heimatland zurück kehrte, machte er 1912 einen Abstecher nach Großbritannien. Am 10. April 1912 befand er sich unter den zahlreichen zweite-Klasse-Passagieren, die die Titanic besteigen sollten - als einziger Japaner unter über 1300 Passagieren.
Als der Dampfer den Eisberg rammte, war auch Hosono an Deck und sah seinem Tod schon entgegen. Plötzlich rief ein Crewmitglied, das damit beschäftigt war, ein Rettungsboot zu bemannen, dass noch zwei Plätze übrig seien. Ganz wider die "Frauen-und-Kinder"-Regel handelnd, ergriff Hosono, von der Angst geplagt, seine Familie nicht mehr sehen zu können, seine Chance.

Nachdem er nach einer kleinen Odyssee in seiner Heimat ankam, war die Begrüßung alles andere als willkommen: von seinen Landsleuten wurde er zum Feigling degradiert, der floh, als viele Menschen starben. Er verhielt sich in ihren Augen unehrenhaft und beschämend.

Er starb 1939 mit 69 Jahren und vermachte seiner Frau einen Brief, in dem er seine Erfahrungen auf der Titanic festhielt. Sie veröffentlichte diesen 1997, als Camerons Verfilmung der Tragödie in den japanischen Kinos seine Premiere feierte.

Die Titanic während des Auslaufens aus Southampton


Sonntag, 16. Juni 2013

Random Tier of the Day


Der große Quetzalcoatlus -
nicht zu verwechseln mit der mesoamerikanischen Gottheit Quetzalcoatl
Rekonstruktion im Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt a. M.

Der Saurier aus der Familie der Azhdarchidae, welche zur Ordnung der Flugsaurier zählen, lebte vor rund 68 Millionen Jahre (auch als die Maastrichter Stufe der jungen Kreidezeit bekannt) in Nordamerika (vorwiegend wurden fossile Überreste in Texas gefunden). Mit einer Flügelspannweite von bis zu 12, 13 Metern war der Quetzalcoatlus der größte Flugsaurier seiner Zeit. Seine Knochen waren verglichen zu seiner Größe sehr leicht und brachten rund 100kg auf die Waage. Was die Lebensweise bzw. das Nahrungsverhalten dieses Sauriers betrifft, herrscht bis heute Uneinigkeit: zum einen existiert die Theorie, dass das Tier über Wasser segelte und aus dem Flug seinen Schnabel als eine Art "Fangnetz" nutzte, um Fische aus dem Wasser zu fischen; zum anderen besteht ebenfalls die Möglichkeit, dass es sich bei dem Saurier eher um einen Storch ähnlichen "Landesser" handelte, der über das Land stolzierte und kleinere Wirbeltiere und Saurier verspeiste.

Der erste Fossilienfund wurde 1971 im Big Bend National Park in der Chihuahua-Wüste, Texas von dem Geologie-Studenten Douglas A. Lawson gemacht. Es folgten einige weitere Funde in den Jahren darauf.
Der Name der Art des Quetzalcoatlus', northropi, ist eine Huldigung des Flugzeugkonstrukteurs John Knudsen Northrop, der die Idee der Nurflügelflugzeuge - Flugmaschinen ohne Rumpf - entwickelte.


Es ist angerichtet...


Quelle (engl.)
Hier erfährst du mehr (engl.)

Donnerstag, 30. Mai 2013

Random Tier of the Day


Wie eine Puppe von Jim Hanson (und ja, der ist echt)

Der Urutau-Tagschläfer (Nyctibius griseus), aus der Familie der Tagschläfer (Nyctibiidae), ist ein weniger als 40cm großer, nachtaktiver Vogel aus den Wäldern Mittel- und Südamerikas. Er besitzt gelbe Augen, braunes, tarnendes Gefieder und einen breiten Schnabel, um damit seine Lieblingsnahrung Insekten im Flug aufzunehmen, die er vornehmlich zu später, dämmernder Stunde oder zur Zeit des Sonnenaufgangs jagt. 
Den Tag über sitzen diese Vögel hauptsächlich regungslos in den Bäumen, die sie auch als Wohnstatt nutzen, und warten darauf, dass die Nacht einbricht.
Sie leben nicht nur mehrere Jahr im selben Revier, sondern sind auch noch monogam. Während der Brutzeit - die Paarung findet, wie das meiste in ihrem Leben, nachts statt - brüten sowohl Männchen, als auch Weibchen 1 bzw allerhöchstens 2 kleine, lila gesprenkelte Eier aus. Sie sind entweder nur paarweise, oder in eher kleineren Familien vorzufinden.






Hier erfährst du mehr

Sonntag, 26. Mai 2013

Random Monument of the Day


Ein Szenario wie in Der Herr der Ringe

Wenn man eine Liste der in Stein geschlagenen Skulpturen durchgeht, wird man zwangsläufig dem König Decebalus begegnen, denn er ist der größte seiner Art in Europa. Decebalus war bis 106 n. Chr. der letzte dakische König. Dakien schloss zu antiker Zeit auch einen Teil des heutigen Rumänien mit ein, wo auch das 40m hohe Felsmonument steht. 1994 begannen die Arbeiten an dem Bildnis nach dem Plan des rumänisch-italienischen Historikers Iosif Constantin Drăgan im Naturpark Eisernes Tor (rum.: Parcul Natural Porțile de Fier) in der Nähe des Ortes Orsova - 1888 Jahre nach dem Selbstmord des Daker-Königs. Nach 10 jähriger Arbeitzeit wurde die Skulptur 2004 beendet. 
Unter dem bärtigen Gesicht des Königs hinterließ der Mann hinter der Idee seinen eigenen Stempel. In lateinischer Sprache steht dort geschrieben:

DECEBALUS REX
DRAGAN FECIT,

was übersetzt bedeutet: König Decebalus - von Drăgan gemacht.


Frontansicht des Dakers


 

Sonntag, 19. Mai 2013

Random Person of the Day


Der Ikarus des 20. Jahrhunderts

Franz Reichelt war ein 1879 geborener österreichischer Schneider, der 1898 nach Frankreich zog, dort auch 1909 die französische Staatsbürgerschaft erhielt und gleichzeitig seinen Vornamen in das französische Pendant François änderte.
Schon in der Mitte des 18. Jahrhunderts gelang es Menschen mithilfe von Fallschirmen und Ballons den Himmel zu erobern - einer von ihnen war der Physiker Louis-Sébastien Lenormand, der zu den ersten Menschen gehört, dem ein Fallschirmsprung aus 10m Höhe gelang. Als Reichelt von diesen wagemutigen Erfindern erfuhr, entwickelte sich in ihm das Verlangen, ebenfalls eine innovative Erfindung, die den Menschen in die Luft bringen sollte, zu entwickeln. Er wollte, anders als seine Vorgänger, einen Ganzkörper-Anzug herstellen, der sich während des Fallens wie ein Fallschirm öffnen und seinen Träger durch die Lüfte gleiten lassen sollte. Lange experimentierte Reichelt mit Puppen und Dummies herum, bis er 1912 der Presse verkündete, dass er endlich von der Polizei die Genehmigung erhielt, ein Experiment auf dem Eiffelturm veranstalten zu dürfen.
Die Presse dachte zuerst daran, dass Reichelt wieder Puppen vom Wahrzeichens fallen lassen würde. Die Test-Dummies hatten bisher immer gute Ergebnisse an den Tag gelegt, also entschied sich der 72kg wiegende Reichelt am 4. Februar 1912 kurzfristig dazu, selbst in den Anzug, der eine Spannweite von rund 30m² und ein Gewicht von etwa 9kg maß, zu steigen.
Um 8:22 Uhr sprang Reichelt von der ersten Aussichtsplattform des Eiffelturms, die sich in circa 57m Höhe befindet, und fiel gerade mal 5 Sekunden, als er auf den Boden unter dem Turm aufschlug, ohne dass sich sein Fallschirm öffnete. Er war sofort tot.


Ein Video, das an diesem Tag von Reichelt gemacht wurde und seinen Fall dokumentiert. Am Ende des Filmes sieht man noch, wie die Reporter und Polizisten die Tiefe des Einschlagbereiches messen, die bei 14cm lag.
Der Text im Video lautet übersetzt: 
Als ob er das furchtbare Schicksal, das ihn erwartete, vorausgeahnt hätte, zögerte der zum Scheitern verurteilte Erfinder lange Zeit, bevor er sich in die Tiefe fallen ließ.




Hier efährst du mehr (engl.)

Samstag, 18. Mai 2013

Random Mysterium of the Day


Die ersten Zeilen des Voynich Manuskripts


Als Wilfrid Michael Voynich, ein Antiquar und leidenschaftlicher Büchersammler aus Amerika, 1912 in dem jesuitischen Kolleg Villa Mondragone in Frascati, Italien (etwa 20 Kilometer südlich von Rom) herum stöberte und zufällig auf ein Buch stieß, dessen Schrift ihm unbekannt war, wusste er nicht, was er damit auslösen würde.
Das nach dem Finder benannte Voynich Manuskript, das heute in der Beinecke Rare Book and Manuscript Library in der Universität Yale liegt, birgt viele Rätsel. Bis heute ist den Wissenschaftlern nicht klar, um welche Schrift bzw. um welche Art Alphabet es sich hierbei handelt, was natürlich die Übertragung in ein gängiges Alphabet, eine Übersetzung und somit die Entschlüsselung des Inhaltes erschwert. Es wurden schon einige Versuche unternommen, ein geeignetes System zu entwickeln, eine Übersetzung bleibt aber eben bis heute aus.
Neben der unbekannten, fremden Schrift und Sprache, ist das Buch voll mit farblichen Bildern, die das Manuskript selbst kategorisch in 6 verschiedene Abschnitte teilen lassen:

1) Bilder botanischer Bedeutung, von denen 113 Pflanzen-Spezies dargestellt werden, die man bisher nicht zuordnen konnte
2) astrologische und astronomische Bilder, die an etwaige Himmelskörper oder aber auch Sternzeichen erinnern
3) Bilder biologisch-anatomischen Ursprungs, die nackte Frauen zeigen, die in mit Rohren verbundenen Wannen sitzen
4) kosmologische Bilder, die auf 9 miteinander verbundene, rosettenähnliche Darstellungen verweisen
5) Darstellungen mit Pflanzenteilen denen man eine pharmazeutische Bedeutung zuspricht - sie unterscheiden sich von den normalen botanischen Bildern dadurch, dass sie meist in irgendeiner Art beschriftet sind und in Zusammenhang mit Glasbehältern stehen, die an Apotheker- oder Chemikerutensilien erinnern
6) kleine Passagen, die weitesgehend ohne Bilder auskommen (außer Sternmotiven zu Beginn der isolierten, kleinen Abschnitte). Da diese in engem Zusammenhang mit Abschnitt 5) zu stehen scheinen, interpretierte man diese als Rezepte für Medikamenten oder dergleichen.

Datiert wird das Manuskript durch eine 2009 gemachte Radiokarbon-Analyse in das frühe 15. Jahrhundert, wobei auch Stimmen laut wurden, dass es sich um eine moderne Fälschung aus dem 20. Jahrhundert handelt, die Voynich selbst inszeniert haben soll.



Eine Dokumentation des National Geographic "The Book that can't be read"





Hier erfährst du mehr, auch etwas zur spannenden Rekonstruktion der geschichtlichen Wege des Manuskripts
Hier gibt es hochauflösende Bilder der einzelnen Seiten des gesamten Manuskripts
Folgender Blog-Eintrag beschäftigt sich mit der Frage der Authentizität
Quelle

Sonntag, 12. Mai 2013

Random Gebäude of the Day


Ein Bauwerk wie aus Disney Land


Ende des 19. Jahrhunderts war Eixample, ein Stadtteil Barcelonas, so gut wie unbebaut. Josep Maria Bocabella, ein katholischer Buchhändler aus Barcelona, reiste in den 1860er Jahren nach Italien und bekam dort die Idee, in seiner Heimatstadt eine riesige Kirche zu bauen, die der Heiligen Familie - Maria, Josef und Jesus - geweiht werden sollte.
Er nahm sich fest vor, diese durch Spendengelder und Stiftungen aufzuziehen (was bis heute weiterhin gepflegt wird) und stellte den Architekten Francesc de Paula del Villar für die Planung und Umsetzung ein. Bocabella wollte zuerst einen Bau haben, der die Loreto-Basilika nachahmen sollte - der Architekt bestand jedoch auf einen einfachen, dreischiffigen Bau. 1882 begann dann offiziell der Bau der Kirche. Nur ein Jahr später gab es Ungereimtheiten zwischen dem Stifter und dem Architekten, sodass letzterer kündigte und nun jemand gesucht wurde, der dessen Platz einnahm. Schnell wurde Antoni Gaudí gefunden, der die Pläne seines Vorgängers verwarf und umgestaltete.
So wurde aus der dreischiffigen, eine fünfschiffige, 18-türmige Kirche Sagrada Família (vollständiger katalanischer Name: Temple Expiatori de la Família Sagrada).
1926 starb Gaudí, während des Krieges wurden Planmodelle und Konstruktionszeichnungen zerstört, sodass die Arbeiten an der Kirche gestört wurden und immer wieder verschoben und Bauvorhaben verändert werden mussten. Bis heute ist der Bau unvollendet.
2010, nachdem der Innenraum endlich fertig gestellt werden konnte, weihte Papst Benedict XVI. die Kirche.

die äußerlichen Unterschiede sind unverkennbar


Hier erfährst du mehr
Hier erfährst du mehr (esp.)
Hier gibt es viele sehenswerte Bilder - da besonders die Fassade sehr detailliert und liebevoll ausgearbeitet wurde, empfehle ich, sich einmal den Aufnahmen zu widmen

Donnerstag, 9. Mai 2013

Random Tier of the Day


Grün und stachelig: Theloderma corticale


Dieser kleine Vietnamesische Moosfrosch macht seinem Namen alle Ehre: für Raubtiere, auf deren Speisekarte dieses Mitglied der Ruderfrosch-Familie steht, sieht er aufgrund seiner schwarz-grün-roten Tarnung eher wie ein Klumpen Moos aus und nicht wie eine schmackhafte Amphibie.
Die Tiere, die überwiegend im Norden Vietnams leben, können bis zu 8 oder 9 cm groß werden, wobei die Weibchen im Allgemeinen größer sind, als die Männchen. Sie ernähren sich von kleinen Insekten wie Heuschrecken, Kakerlaken oder Motten.
Während der Paarungszeit legen sie den Laich, der aus durchschnittlich 40 Eiern besteht, in Pflanzen über der Wasseroberfläche ab. Theloderma corticale kann ein Alter von 10 Jahren erreichen.





Mittwoch, 1. Mai 2013

Random Gebäude of the Day


Das oberste Gericht des Bundesstaates Karnataka, ganz in rot


Das Land Indien besteht seit der 1950 in Kraft getretenen Verfassung aus 28 Bundesstaaten und 7 Unionsterritorien und ist eine parlamentarische Demokratie. Die Staatsgewalt wird, wie in Deutschland, auf drei Staatsorgane verteilt: die Legislative, die Exekutive und die Judikative.
An oberster Position der Judikative steht der Supreme Court of India (Oberstes Gericht), in dem nicht mehr als 26 Richter ein Amt bekleiden. Der Chief Justice of India (Oberster Richter) hat hier den Vorsitz.
Dem Supreme Court sind heute 21 High Courts unterstellt, die als oberste Gerichtshöfe der Bundesstaaten fungieren.

Einer dieser High Courts ist der oben dargestellte High Court des Bundesstaates Kanataka. Er steht in dessen Hauptstadt Bangalore, die nach Delhi und Mumbai die drittgrösste Stadt Indiens ist. Das auch unter dem Namen Attara Kacheri (18 Ämter) bekannte Gebäude wurde Mitte des 19. Jahrhunderts durch Arcot Narayanaswamy Mudaliar errichtet, als dieser Teil Indiens noch als Fürstenstaat Mysore zusammengefasst wurde.
Die Fassade des zweistöckigen Steingebäudes wurde fast komplett mit roter Farbe angestrichen. Architektonisch orientiert es sich am antik griechischen/römischen Stil und wird durch Säulen der ionischen Säulenordnung dekoriert.


Panoramaansicht des Gebäudes



Hier erfährst du mehr: I (engl.) / II (engl.)
Webseite des High Court (mit detaillierter Beschreibung der Geschichte der Judikative und des Gebäudes selbst: Link)

Samstag, 27. April 2013

Random Wahrzeichen of the Day


der iranische Arc de Triomphe

1971 wurde anlässlich der 2500 Jahre alten persisch-iranischen Vorherrschaft - eingeleitet durch den Tod Kyros II. 530 v. Chr. und dessen Sohn und Nachfolger Kambyses I. - auf dem 50 000 m² weiten Friedensplatz im westlichen Stadtteil Tarascht in Teheran, Iran ein knapp 50 Meter hoher Turm aus Marmor errichtet. 
Damals war der Turm noch unter dem Namen Schahyad bekannt, was soviel bedeutet wie: des Schahs Gedenken. Der Architekt Hossein Amanat, der einen Wettbewerb gewann und somit den Auftrag bekam, das Bauwerk zu konzipieren, wurde von Stil und Technik der Achämeniden und der Sassaniden inspiriert.
Als 1979 dann eine Revolutionwelle durch den Iran rollte, die damit endete, dass die Monarchie im Iran abgeschafft wurde, brauchte der Turm unbedingt einen neuen Namen. Und so entschied man sich für "Friedensturm", der während des Jahrestages der Islamischen Revolution, am 10. Februar, zum Ziel vieler Iraner wird, um diesem Tag zu gedenken.
Unterhalb des Turmes befindet sich ein Museum, das sich mit der Kunst und Geschichte Irans befasst.

Der gesamte Kulturkomplex von oben (oberes Bild: Google)


Hier erfährst du mehr I / II (engl.) / III

Samstag, 20. April 2013

Random Ort of the Day


Ein Tor direkt in die Hölle

Derweze (oder Darvaza; turkmenisch und bedeutet Das Tor) ist ein kleiner unscheinbarer Ort mit gerade mal 350 Einwohnern mitten in der Karakum-Wüste in Turkmenistan. Doch nur sieben Kilometer außerhalb des kleinen Dorfes brodelt es mächtig unter der Erde: der Inhalt eines im Durchmesser 65 Meter großen Kraters brennt vor sich hin. 
Die Ursache: unter dem Land befindet sich ein großes Reservoir an Erdgasen, vor allem Methan. 1971 fanden russische Geologen eine Höhle, gefüllt mit besagtem Gas. Bei Bohrarbeiten stürzte diese Höhle ein und es entstand der große Krater.
Die Maßnahmen: um ein Eindringen von zu viel Methangas in die Atmosphäre zu verhinden - was im Vergleich zu Kohlenstoffdioxid gefährlicher ist -, entschieden sich die Verantwortlichen dafür, den Inhalt auszubrennen aus der Hoffnung, dass der Methanvorrat versiegen würde - was er aber bis heute nicht tat.  Bis heute brennt der Krater und wird von den Einheimischen deswegen auch Das Tor zur Hölle genannt.


Bei Nacht auch vom Dorf aus sichtbar und ein wahrer Touristenmagnet




Hier erfährst du mehr

Mittwoch, 17. April 2013

Random Kunstwerk of the Day

Die böse Charybdis - aber wo ist ihre Freundin Skylla?


Der Brunnen namens Charybdis, der seit dem Jahr 2000 vor dem Eingang des Seaham Hall Hotels bei Sunderland, Großbritannien steht, ist etwas ganz besonderes: es handelt sich um ein 2 1/2m hohes Wasserkunstwerk des Künstlers William Pye. In einen duchsichtigen Kunststoffbehälter zylindrischer Form wird Wasser mit Hochdruck gepumt. Aufgrund des Drucks und der Möglichkeit, dass das Wasser durch ein Loch wieder abfliesst, entsteht ein Strudel (auch: Wirbel oder Vortex), der sich von der Wasseroberfläche bis zum Boden zieht.
Sowohl in Campinas, Brasilien, als auch im Londoner Gatwick Flughafen gibt es Kunstwerke des gleichen Konzepts zu bewundern.


Ein kleiner mythologischer Exkurs: wieso nannte der Künstler sein Kunstwerk Charybdis?
Charybdis war eine sehr gefrässige Tochter des Poseidon der griechischen Mythologie. Sie soll der Sage nach Herakles' Rinder verspeist haben. Aus Wut darüber schoss der Göttervater Zeus einen Blitz auf sie und verwandelte sie damit in ein riesiges Wassermonster, das dreimal täglich Wasser durch den Strudel verschlingt und wieder ausspuckt (Hom. Od. XII, 105f.).
Zusammen mit dem schlangenartigen Seeungeheuer Skylla wohnt sie in der Messinischen Meerenge zwischen Italien und Sizilien. Viele Seefahrer - der bekannteste von ihnen: der griechische Held Odysseus - sind den beiden Monstern während ihrer Reisen begegnet.



Sonntag, 14. April 2013

Random Pflanze of the Day


Batmans Lieblingsblume - Tacca chantrieri


Diese Pflanze hat viele Namen: Fledermausblume, Fledermauslilie oder Teufelsblume. Ihre Gattung wird der Familie der Yamswurzelgewächse untergeordnet. Ihr natürlicher Lebensraum liegt in tropischen Gebieten Süd-Südostasiens, wie z.B. in SO-China, Vietnam, Laos, Burma, Thailand und auch in Indien. In den letzten 10 Jahren wurde sie zunehmend als Zierpflanze nach Europa exportiert, wobei sie als anspruchsvoll gilt, da die Fledermausblume eher warme Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit bevorzugt und es halbschattig mag.
Das asiatische mehrjährige, immergüne Gewächs kann bis zu einem Meter in die Höhe wachsen. Auffällig sind vor allem die schwarz-braun-violetten Hochblätter - zwei waagerecht, zwei senkrecht -; aus der Blüte entspringen bis zu 40cm langen Bartfäden.

Unter folgendem Link befinden sich einige gute Tipps zur Haltung und Pflege dieser Pflanzen
Hausgarten.net



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Kurzinfos


Freitag, 12. April 2013

Random Kunstwerk of the Day



Gottes gigantisches Taschentuch


Dieses Kleenex-artige, comichafte Gebilde, das aussieht, als hätte man es auf Papier gezeichnet oder mit Photoshop in das eigentliche Foto eingefügt, ist ein modernes Kunstwerk des Bildhauers Neil Dawson - er gab dem Taschentuch den liebevollen, mystischen Namen Horizons.
Seit 1994 steht das rund 13 Meter hohe Stahl-Kunstwerk auf Neuseeland auf der "Farm" von Alan Gibbs, eines leidenschaftlichen Kunstliebhabers, auf der sich noch mehrere Kunstwerke im Wert mehrerer Millionen Dollar befinden.

In folgendem Video sieht man, dass Horizons bloß eine wunderbar funktionierende optische Täuschung ist:




Quelle

Donnerstag, 11. April 2013

Random Baukomplex of the Day


Der Palast auf der Quinta da Regaleira

Die Quinta da Regaleira (Quinta bedeutet soviel wie: Landgut) ist ein riesiges Anwesen im Stadtkern von Sintra in Portugal. 1892 kaufte der hiesig bekannte Millionär António Augusto Carvalho Monteiro, der durch Kaffee- und Edelsteinverkauf zu einer Menge Geld gekommen war, dieses Anwesen den Baronen von Regaleira ab und ließ dort in dem verwilderten Garten eine vielzahl von Bauten errichten:

Zum einen den oben abgebildeten, gothisch anmutenden Palast, zum anderen aber auch eine Kirche im Romanischen Stil.


die Romanische Kirche

Außerdem war der Garten durchzogen von etwaigen Tunneln und es gab zwei künstlich angelegte Seen. Berühmt sind vor allem die begehbaren Brunnen, die sich überall verteilt auf dem Anwesen befinden.


der bekannteste Brunnen auf dem Areal

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Mittwoch, 10. April 2013

Random Ort of the Day


Aokigahara: der Selbstmord-Wald


!!!!
WARNUNG: 
sowohl Text, als auch das Video mögen sich nur die Leser ansehen, die kein Problem mit Tod und Selbstmord und keine schwachen Nerven haben
!!!!

Die Menschen, die in das "Meer aus Bäumen" (Aokigahara) hinauswaten, beabsichtigen keinen langfristigen Aufenthalt. Die Menschen, die dorthin gehen, haben nur eines im Sinn: Selbstmord.
Getrieben durch allerlei Motive packen sie ein paar Sachen zusammen und verschwinden in den Tiefen des Waldes, der sich am Fuße des Fuji, eines Vulkans auf Honshu, Japan, befindet.

Besonders attraktiv für ein solches Vorhaben ist der Wald allemal: dichtes und monotones Baum- und Buschwerk unterstützen eine schnelle Orientierungslosigkeit, die Menschen sterben in vollkommener Stille und Einsamkeit und es ist schwer, die Leichen dort schnell zu finden.

Selbstmorde in diesem Wals sind schon seit dem 19. Jahrhundert bekannt, ein Roman von Seicho Matsumoto (Der Wellenturm), in dem der Autor seine Protagonistin in genau diesem Wald den Freitod wählen lässt, steigerte die Popularität dieses Ortes.


Die folgende Kurzdokumentation, in dem der Geologe Azusa Hayano den Zuschauer durch den Wald führt, zeigt anschaulich, was die Menschen dazu treibt und wie es in diesem Wald abläuft
(!!ab Minute 4:30 sind Bilder dreier Leichen zu sehen!!
!!ab 16:40 Teile eines Skelettes):
 

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Samstag, 6. April 2013

Random Monument of the Day

riesige Wikingerschwerter irgendwo im Nirgendwo

Die 3 Sverd i fjell (norwegisch und bedeutet "Schwerter im Felsen") reichen 10 Meter in die Höhe und stehen so kerzengerade auf einem Hügel in der Nähe der Stadt Stavanger, Norwegen. An einem Fjord gelegen, sind sie auch vom Wasser aus schnell sichtbar.
An dieser Stelle soll im Jahre 872 n. Chr. die Schlacht am Hafrsfjord stattgefunden haben, aus der König Harald I. siegreich trat und Norwegen zu einem Königreich vereinte. In den 1980er Jahren errichtete der Bildhauer Fritz Røed dieses Denkmal zu Ehren jener Schlacht.


Panoramasicht auf den Fjord und das Denkmal
 

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Freitag, 5. April 2013

Random historische Fotografien of the Day



Da ich nun schon länger keinen Post veröffentlicht habe, habe ich für heute ein kleines Special vorbereitet: 20 historische Fotos, die man selten bis gar nicht in den Geschichtsbüchern findet, aber hochgradig "anschauenswürdig" sind.



Die Schwimmerin Annette Kellerman wurde 1907 aufgrund ihres viel zu engen Badeanzugs wegen Erregung öffentlichen Ergernisses festgenommen
Mehr dazu
Mitglieder des Ku-Klux-Klans posieren 1928 für ein Gruppenfoto auf einem Riesenrad
Quelle





























Joseph Goebbels 1933 bei der Tagung in Genf:
Alfred Eisenstaedt sollte dokumentarische Fotos des Propagandaministers schießen. Als Goebbels erfuhr, dass der Fotograf Jude ist, verfinsterte sich
seine Miene von einem Lächeln zu einem hasserfüllten Blick
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Die überlebenden Hunde der Titanic
Quelle


Das einzig vorhandene Foto
des ausgestorbenen Quaggas
Quelle













Das erste Bild, das aus dem Weltraum gemacht wurde: 1946
Quelle


Frauen des "Miss Lovely Eyes Contest" um 1930
Quelle


Evelyn McHale sprang 1947 aus dem
86. Stockwerk des Empire State
Building und landete auf dem Dach
eines Cadillacs
Quelle
Samuel Decker, ein Veteran
der Sezessionskriege, entwarf
seine eigenen Armprothesen
Quelle


Die Leuchtreklame von Citroen
während einer Ausstellung 1925
in Paris
Quelle

Eine Schwarze Bürgerrechtlerin
wird 1960 darin trainiert, nicht
auf öffentliche Übergriffe zu
reagieren
Quelle

























Walter Yeo: Erste-Weltkriegs-Veteran
Einer der ersten Menschen, der in den Vorzug plastischer Chirurgie kam
(durch Harold Gillies)
Quelle



Das Gesicht der Freiheits-
statue, kurz bevor sie 1885
zusammen gebaut wurde
Quelle
John F. Kennedy während seiner Zeit
in der Navy auf den Salomonen 1943
Quelle





































Thích Quảng Đức, ein vietnamesischer Mönch, der sich 1963 aus Protest gegen die Unterdrückung der Buddhisten in Vietnam selbst anzündete
Hier mehr

Bau der Berliner Mauer 1961
Quelle
Die Nationalsozialisten vor
dem Parthenon der Athener
Akropolis (1941-1944)
Quelle















Der Dagen H (Tag H - 3.9.1967)
war in Schweden der Tag, an dem die
Umstellung von Links- auf Rechtsverkehr um genau 5 Uhr morgens vorgenommen wurde
Quelle








Alkohol, der 1929 in Detroit während einer Razzia aufgrund der Prohibition
aus dem Fenster geschüttet wird
Quelle


Operation Babylift:
1975 wurden zwischen 2000 und 3000 Kinder aus Vietnam nach Amerika, Kanada, Australien und Frankreich per Flugzeug evakuiert.
Quelle